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       Mein Luftgekühlter!
„Schiff Ahoi“ für den VW T1 Bulli von Alexandra Hannema
 
       

Fast hätte es ohne Alexandras und Maiks VW Bulli „Leinen los!“ geheißen, denn um es überhaupt auf die Fähre Richtung England zur Volksworld Ausstellung 2005 zu schaffen, mussten die beiden nochmals kräftig anpacken. Wir freuen uns natürlich um so mehr, dass sie es noch auf die Volksworld 2005 geschafft haben und uns nun die Geschichte dazu erzählen können.

 
       

Am Donnerstag 31.03. stand unser T1 Bus endlich auf den Rädern, nach dem Einbau der verstellbaren Vorderachse und dem Schräglenkerumbau. Maik ist abends zum Spureinstellen nach Bremen gefahren, wo der Bus dann nicht mehr anspringen wollte. Dabei war ein 50 PS Motor drin, der erst 20Tkm gelaufen hatte, aber alter Sprit im Tank...ein bisschen Startpilot, ein Knall und Ende! Markus und ich haben ihn dann abgeschleppt und noch Stößel und Teleskopschutzröhrchen besorgt bei einem Kumpel.

 
       

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Dann nach Zeven, nähe Hamburg, in die Halle. Mittlerweile war es 23:30 Uhr. Da haben wir dann festgestellt, dass auch ein Ventil krumm ist. NIX ENGLAND! Beide ein langes Gesicht. Auf dem Heimweg so gegen 2 Uhr fiel mir dann ein, dass wir in der Halle in Thedinghausen unseren Turbinenbus mit einem guten 50 PS Motor stehen hatten, der auch erst 22Tkm gelaufen hatte. In Achim fiel uns dann ein, dass wir beide keinen Schlüssel mit hatten. Also sind wir umgekehrt, haben den Schlüssel geholt und sind um ca. 4 Uhr in Thedinghausen angekommen. Dort haben wir den Motor rausgerupft, auf die Pritsche geladen und sind zurück nach Zeven. Um ca. 7:30 Uhr sind wir da angekommen, holten den kaputten Motor raus, bauten den anderen rein und... der Bus lief! Um 13 Uhr waren wir zu Hause, wo wir die Restarbeiten machten. Schlafbank rein, Klamotten packen und schnell los...15:30 Uhr.

 
       

Um 17 Uhr sollte die Fähre in Cuxhaven ablegen, um 17:05 Uhr waren wir da und die Fähre lag auch noch da! Ich habe den Kapitän voll gelabert, der wollte wissen warum wir so spät gekommen sind und als ich ihm erzählte, dass wir die ganze Nacht geschraubt hatten, hat er uns noch mitgenommen. An Bord was essen, duschen und ab in die Koje, total platt! Am nächsten Tag in England, mussten wir erstmal die Blinker und unseren Scheibenwischer in Gang bringen. Der Scheibenwischermotor war aber hin, also hat Maik eine Strebe dran geschraubt, die man durch das Aschenbecherloch von Hand betätigen konnte. „Handhydraulisch“ so gesehen und besser als nichts! Nach ca. 36 Stunden Hardcore Schrauben war halt keine Zeit für Kleinkram. Der Bus hat sich aber gut gehalten und England hat echt Spaß gemacht.

 
       

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Am 2. und 3. April stand über Esher (nähe London) die Sonne. Das Treffgelände war eine Pferderennbahn. Der größte Teil der Ausstellung fand in einer Halle auf mehreren Ebenen statt. Die schönen Autos sind leider sehr eng aneinander gestellt und immer vom lästigen „Volksworld“ - Absperrband umgeben gewesen. Dafür gingen die freundlichen Engländer gleich einen Schritt zurück, sobald man seine Kamera zückte und es kam ein „Sorry“ vom netten Engländer. Es waren nur wenige originale VW´s dort, der Trend in England geht zu den Ratten mit leistungsstarken Motoren. In England hat einfach alles eine Straßenzulassung. Manchmal baumelt sogar ein verpackter Schirm am Heck und Profil brauchen die Slicks wohl auch nicht.

 
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Um beim Trend zu bleiben, zu sehen gab es noch einige Hot Rod Umbauten, u.a. ein 51-er Rheumaklappenbrezel im ohne-Lack-Look mit coolem Pinstriping, wovon es viel zu sehen gab. Das Auto hatte anstatt Faltdachbezug einen Hühnerdraht eingepunktet. Die Hot Rod Umbauten hatten wahnsinnige Vorderachskonstruktionen, zum Teil mit alten Ford T Achsen, lang, länger...am längsten!

 
       

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Dann gab es die vielen Dragster, einige alte Bekannte, aber auch viel Neues, so z.B. die zwei Typ 34 aus Deutschland. Ein Cabrio von Gerd Weiser Deutschland, einfach irre.

Eine große Sonderausstellung gab es zum Thema 50 Jahre Karmann Ghia. Der absolute Hit waren immer noch die T1 Busse auf der Insel, in allen Variationen: Ratte, Aalglatt und Clean, im Tiki-Look usw. Bei den T1 Bussen ist es aufgefallen, dass es immer mehr werden, die ein Porsche Sechszylinderherz in sich tragen, als ob es das so ab Werk gegeben hätte. Bei den vielen Teilhändlern konnten Teile bestaunt werden, die es nur auf der Insel gibt, z.B. Vorderachsen für Busse mit Aufnahmen für Air-Ride Fahrwerke oder komplett eigene Entwicklungen von Vorderachsen.

 
       

Zu den Preisen kann nur gesagt werden: Es war alles ein wenig teurer. Bei uns hat die Überfahrt mit der Fähre ein kleines Loch in die Urlaubskasse gerissen. Wir haben für die Fähre von Cuxhaven nach Harwich und zurück (mit Kabine und einen Platz für unserem T1 Bus) fast 500,- Euro bezahlt. Zuletzt war ich vor zwei Jahren da und es hat sich wieder gelohnt. Es waren keine handvoll Fahrzeuge da, die ich schon mal gesehen hatte. Ich kann jedem, der auf luftgekühlten VW´s steht, die Insel nahe legen. Schaut mal auf einen englischen Meeting vorbei. Hier ist Abwechslung garantiert.

Alexandra Hannema / Schweden

       

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Rusty Dreams by Alex ArtAlex Art  |  alex.art@telia.com